Kunstauktion


Zugunsten der Kunsttherapie in der Kinderklinik Schwäbisch Hall

Am 04. März fand bereits zum zweiten Mal eine Benefiz-Kunstauktion zugunsten der Klinik für Kinder und Jugendliche statt. Nina Buhne, die Chefin der Sotheby’s Niederlassung in Frankfurt, war die Auktionatorin an diesem Abend. Ihr Einsatz war ehrenamtlich. Ein Gemälde nach dem anderen kam unter den Hammer. Das höchste Gebot lag bei 3.300 € für ein Gemälde. Insgesamt kamen 31.500 € zusammen - ein Rekordergebnis. Die Hälfte der Summe wird an den Förderverein der Klinik für Kinder und Jugendliche gespendet. Mit der Spende soll eine 50-Prozent-Stelle für Kunsttherapie gesichert werden. 

Diese Form der Therapie kommt Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahre zugute. Mit Hilfe des Malens können Gefühle oft besser ausgedrückt werden als mit Worten und mobilisiert so die eigenen Selbstheilungskräfte. Die Betroffenen leiden oft an psychischen und psychosomatischen Krankheiten wie Ess- und Zwangsstörungen, Depressionen mit vorangegangen Suizidversuchen, ADHS oder Traumatisierung nach körperlichem und seelischem Missbrauch.

 

Bilder: Hans Kumpf

Im Lockdown: Künstlerinnen setzen sich für Kunsttherapie ein

SCHWÄBISCH HALL – Im Hällisch-Fränkischen-Museum konnten im Rahmen einer Verkaufsausstellung Werke von regionalen Künstlerinnen im Wert von 8.280 Euro verkauft werden. Die Hälfte des Erlöses geht an die Künstlerinnen, 4.140 Euro fließen in die Kunsttherapie von jungen Patienten an der Kinderklinik des Diakoneo Diak Klinikums.

Das Team des Hällisch-Fränkischen-Museums mit Leiter Dr. Armin Panter organisierten und beherbergten von 11. Oktober bis 29. November 2020 eine Sonderausstellung: „Künstlerinnen aus der Region“ in den Räumen des Schwäbisch Haller Museums. Die Ausstellung wurde als Verkaufsausstellung zu Gunsten der Kunsttherapie des Fördervereins der Klinik für Kinder und Jugendliche am Diak Klinikum konzipiert. Leider konnten die Ausstellungsräume nur wenige Tage besucht werden, dann kam der November-Lockdown. Mit viel Kreativität und Einsatz stellte das HFM-Team in den Sozialen Medien Künstlerinnen und Werke vor. „Es war keine richtige Eröffnung möglich, die Durchführung der Ausstellung mit einem realen Besuch und Ansicht der Bilder konnte quasi nicht stattfinden, auch eine Finissage – auf die wir uns gefreut hatten fiel aus. Das wurde den tollen Werken der Künstlerinnen und allen anderen Beteiligten kaum gerecht. Die Zusammenarbeit zwischen Museum, Künstlerinnen und Förderverein war aber absolut Mut machend und gut!“, so Armin Panter.

Künstlerin Felicitas Franck ergänzt: „Ich engagiere mich aus meinem Selbstverständnis heraus. Meiner Ansicht nach, könnten sich jedoch noch viel mehr Menschen, unabhängig von ihrer Profession, an solchen Aktionen beteiligen!“ Dieser Ansicht ist auch Jeanette Hippelein: „Mit ist bewusst, dass dies nur ein kleiner Beitrag ist. Zum Glück bin ich nicht die Einzige, die sich engagiert. Ich stehe hier nur in Vertretung vieler Künstler*innen, die sich schon für die Kunsttherapie der Kinder am Klinikum stark gemacht haben. Die Kunsttherapie liegt mir sehr am Herzen. Sie kann ohne Worte bzw. Sprache Gefühle, Schmerz und Belastungen ausdrücken und ergänzt hervorragend die medizinische Therapie der jungen Patienten.“

Fördervereinsvorsitzende Isabell Rathgeb ist von diesem Engagement überwältigt: „Diese Aktion ist wirklich beuteltigerstark! Mit nur einer Woche Öffnungszeit ist das Ergebnis für die Kunsttherapie sensationell. Wir bedanken uns bei allen Käuferinnen und Käufern, beim Team des HFM, bei Dr. Armin Panter und vor allem bei den Künstlerinnen, die sich hier engagieren, obwohl sie durch die Corona-Pandemie selbst sehr betroffen sind.“

Bildunterschrift: Felicitas Franck, Jeanette Hippelein, Isabell Rathgeb, Gisela Breitschwerdt, Dr. Armin Panter, Prof. Dr. Andreas Holzinger, Daniel Buchzik.